Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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Feierstunde an der Schillerstraße - Bischof Genn segnet „Haus der Verbände“ in Münster

Bischof Felix Genn hat das „Haus der Verbände“ an der Schillerstraße in Münster gesegnet. „Wir sind ein Verbändebistum und wir wollen es auch bleiben“, sagte er beim Festakt am Montag, dem 31. Oktober 2016. Genn dankte allen, die an dem Bauprojekt mitgewirkt hatten, besonders den Verantwortlichen der Bischof-Hermann-Stiftung, auf dessen Gelände das „Haus der Verbände“ entstanden ist. An der Feierstunde nahmen Mitglieder der Verbände und zahlreiche Gäste aus Stadt und Kirche teil, darunter Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD) und Stadtdechant Jörg Hagemann.

Bischof Genn segnet das „Ich höre oft, dass die Zeit der Verbände vorbei sei“, sagte der Bischof. Doch das Haus zeige, dass die dort beheimateten Verbände als Kirche in die Gesellschaft hineinwirken wollten. „Es lohnt sich, in die Verbandsarbeit zu investieren, personell und finanziell, denn das hat Zukunft“, betonte der Bischof.

Genn wies auf die Bischof-Hermann-Stiftung hin, die das Bauvorhaben auf Anfrage einiger Verbände neben den Gebäuden mit den eigenen Angeboten für Menschen in sozialen Notlagen initiiert hatte. Genns Vorgänger Bischof Hermann Dingelstad (1835-1911) hatte die Stiftung 1896 als Antwort auf die sozialen Probleme der damaligen Zeit gegründet. Das Haus der Verbände habe auf dem Gelände der Bischof-Hermann-Stiftung einen passenden Platz gefunden, weil „gerade die Verbände deutlich machen, dass wir einen sozialen Auftrag in die Gesellschaft hinein haben“, erklärte Genn.

Inzwischen sind alle Mieter eingezogen, haben ein neues Zuhause gefunden. Nur die Wohnungen für Menschen, die auf dem freien Markt keine Chance haben, werden erst später im Dachgeschoss bezogen.

„Die letzten Monate waren anstrengend“, sagen Beschäftigte, denn neben ihrer eigentlichen Arbeit mussten sie zusätzlich viel Baulärm ertragen. Ein Ende ist aber abzusehen, denn jetzt stehen nur noch die Außenarbeiten aus, so Architekt Reinold Hendker aus Bad Lippspringe. Die Mitarbeiter der Verbände empfinden ihre neue Heimat durchweg als vorteilhaft und loben die kurzen Wege. Die Arbeit unter einem Dach bündelt inhaltlich alle Kräfte.