Geschichte des KKV

Der KKV entstand im 19. Jahrhundert aus dem katholischen Vereins- und Sozialkatholizismus, der auf die sozialen Probleme der Industrialisierung reagierte.

1877 wurde in Mainz der „Verband katholischer Kaufmännischer Vereine“ (KKV) gegründet. Ziel war, junge Kaufleute religiös zu stärken, ihre Bildung zu fördern und sie sozial abzusichern (z. B. durch Unterstützungs- und Sterbekassen sowie Einsatz für eine Altersversicherung der Angestellten). Von Anfang an gehörten sowohl Selbständige als auch Angestellte dazu.

In der Zeit des Nationalsozialismus geriet der Verband unter Druck. Um einer zwangsweisen Gleichschaltung zuvorzukommen und das Vermögen zu schützen, beschloss der KKV 1938 seine Selbstauflösung.

Nach dem Krieg wurde der Verband 1947 wiedererrichtet (Sitz Essen) und im selben Jahr im Bistum Münster als KKV-Diözesangemeinschaft Münster neu organisiert. Mit dem gesellschaftlichen Wandel öffnete sich der KKV 1965 über den klassischen Kaufmannsberuf hinaus für weitere Tätige in Wirtschaft und Verwaltung und auch ausdrücklich für Frauen.

Seitdem trägt er den Namen „KKV – Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung“ und versteht sich als werteorientiertes Netzwerk von Christinnen und Christen in Beruf und Gesellschaft.

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