Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Diözesanverband Münster

Herzlich willkommen

  • Der KKV-Diözesanverband Münster ist ein katholischer Sozialverband mit 14 Ortsgemeinschaften im Bistum Münster. Grundlage unserer Arbeit ist die katholische Soziallehre.
  • Der KKV bietet regional und überregional in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter Weiterbildungsmöglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung, zu beruflichen Themen, zur Soziallehre, zu Fragen der Ethik, Glaubens- und Sinnsuche an.
  • Gemeinsame Reisen, Wallfahrten und Bildungsfahrten stehen ebenso auf dem Programm, wie Vorträge zu gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen, medizinischen und religiösen Themen.
  • Viele Ortsgemeinschaften bieten ein Netzwerk der gegenseitigen Unterstützung in privaten wie beruflichen Dingen.
  • Als Mitgliedsverband im Diözesankomitee der Katholiken nehmen wir Einfluss auf Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche unseres Bistums.
  • Der KKV, 1877 als katholisch Kaufmännischer Verein gegründet, wendet sich seit über 40 Jahren an christliche Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung unter dem Motto: „Dem Menschen dienen“.

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    10 Gebote für die Corona-Zeit

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    Corona bei „Westfleisch“ in Coesfeld – Interview mit Pfarrer Kossen in den Westfälischen Nachrichten

    Schon seit Wochen warnt er eindringlich vor massenweisen Corona-Infizierungen von osteuropäischen Arbeitsmigranten in Großbetrieben. Und dass Peter Kossen, Pfarrer in Lengerich, damit Recht behalten sollte, hat sich nun mit dem Corona-Ausbruch unter den Beschäftigten bei Westfleisch gezeigt. Aktuell sind über 200* von rund 1200 Mitarbeitern bei Westfleisch positiv auf das Coronavirus getestet. In Coesfeld hat Kossen, der sich als Sozialpfarrer jahrelang für besseren Schutz von Arbeitsmigranten einsetzt, deshalb am Wochenende eine Mahnwache mit dringlichen Appellen gehalten. Das Redaktionsmitglied Leon Seyock der Westfälischen Nachrichten hat vor den Toren von Westfleisch mit Kossen darüber gesprochen.
    (* Aktualisierter Stand am 15.05.2020, 08:00 Uhr: 268 Infizierte)

    Herr Kossen, am Freitag hat der Landrat das Fleischzentrum in Coesfeld geschlossen. Wie bewerten Sie den Schritt?

    Natürlich war es richtig und wichtig, dass Gesundheitsminister Laumann Druck gemacht und der Landrat die Einstellung des Betriebes verordnet hat. Auch wenn sicherlich viel Mut dazugehört, einen Betrieb dieser Größe zu schließen, kam dieser Schritt viel zu spät. Das hätte schon passieren müssen, als die ersten Symptome einer Infektion unter Arbeitern bekannt wurden.

    Wer hat aus Ihrer Sicht versagt, sodass es zu solch einer Ausbreitung unter den Beschäftigten kommen konnte?

    Westfleisch selbst hätte viel früher seiner Verantwortung bewusst sein müssen. Der Betrieb wirbt mit Nähe zu Bauern – von Solidarität kann in diesem Fall aber nicht die Rede sein. Nicht nur der Betrieb, sondern die Gesellschaft als Ganzes hat hier versagt. Den Preis für billiges Fleisch und billige Wurst zahlen die Arbeitsmigranten mit ihrer Gesundheit. Viele schauen darüber hinweg, und jetzt haben wir das Ergebnis. In diesem Fall ist aber auch der Gesetzgeber gefragt, der den Rahmen von Vertrags- und Leiharbeit dringend einschränken muss. Denn keiner fühlt sich zuständig für die Arbeiter. Das muss klar geregelt sein.

    Pfarrer Kossen demonstriert bei Westfleisch

    Bild: WN

    In welcher Situation befinden sich die Leiharbeiter und Arbeitsmigranten?

    Personaldienstleister, durch die ein Großteil der Beschäftigten bei Westfleisch angestellt ist, öffnen die Tore zum Menschenhandel und grenzen an moderne Sklaverei. 60 Stunden Arbeit an sechs Tagen in der Woche sind keine Seltenheit. Auch die Transportwege sind infrage zu stellen; in vollen Bussen werden die Arbeiter zu und von der Arbeitsstelle gekarrt. Zudem kommt, dass sie mit zu vielen Personen in einer Wohnung untergebracht sind. In zahlreichen Bereichen gibt es Verstöße gegen geltende Gesetze, auch gegen die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen. Die Arbeitsmigranten ertragen viel und nehmen die schlechten Situationen auf sich, weil für einen Klageweg das Geld fehlt und sie sich nicht zu helfen wissen. In Fällen einer Pandemie, wie wir sie jetzt haben, sind sie deshalb besonders anfällig für Ansteckungen.

    Was sind Ihre konkreten Forderungen, um diese schlechten Bedingungen zu verbessern?

    Bei den Wohnverhältnissen ganz klar: eine Person – ein Raum. Diese Regel ist unbedingt einzuhalten. Es muss überprüft werden, ob umliegende Hotels freie Kapazitäten haben. Auch der soziale Wohnungsbau ist ein Thema, das verfolgt werden muss. Besonders prekär wird es, wenn die Familien der Leiharbeiter aus Osteuropa nachziehen. Ich kenne Leute, die seit zehn Jahren bei Westfleisch beschäftigt sind, aber keine Chance haben, Deutsch zu lernen. Durch die unwürdigen Arbeits- und Wohnverhältnisse fehlt ihnen die Regeneration und die Möglichkeit, die deutsche Sprache zu erleben. Dadurch wird eine Subkultur geschaffen, die es nicht geben darf.

    In ganz NRW werden nun Massentests in der Fleischindustrie durchgeführt. Wie sehen Sie den Ergebnissen entgegen?

    Ich bin überzeugt davon, dass die Fälle in Coesfeld nur der Anfang sind. Es wird noch viel mehr Leute treffen, unter denen es auch Tote geben wird. Es muss genau überlegt werden, wie mit diesen Testergebnissen umgegangen wird und welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Arbeiter zu schützen. Was auf keinen Fall passieren darf, ist, dass Opfer zu Tätern gemacht werden. Das ist besonders schlimm und geht meist sehr schnell.

    Quelle: https://www.wn.de/Muensterland/4198968-Interview-mit-Pfarrer-Peter-Kossen-Mahnwache-bei-Westfleisch-Faelle-in-Coesfeld-sind-erst-der-Anfang

     

    Bischofskonferenz distanziert sich von Verschwörungstheorie Müllers

    Die deutschen katholischen Bischöfe distanzieren sich von der Warnung einer Gruppe um Kardinal Gerhard Ludwig Müller und Erzbischof Carlo Maria Vigano mit unbelegten Thesen zur Corona-Pandemie. „Die Deutsche Bischofskonferenz kommentiert grundsätzlich keine Aufrufe einzelner Bischöfe außerhalb Deutschlands“, sagte der Konferenz-Vorsitzende, Bischof Georg Bätzing, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Er fügte allerdings hinzu, die Bewertung der Pandemie durch die Bischofskonferenz unterscheide sich „grundlegend“ vom Aufruf Müllers.

    Die deutschen Bischöfe hatten zur Corona-Pandemie unter anderem erklärt, die Einschränkungen – auch bei den Gottesdiensten – seien „vernünftig und verantwortungsvoll“. Zugleich betonte die Bischofskonferenz, man müsse die Beschränkungen auch „mit Verantwortung und Augenmaß“ wieder lockern.

    Der verschwörungstheoretische Aufruf war am Freitag veröffentlicht worden und auf breite Kritik gestoßen, unter anderem vom Essener Generalvikar Klaus Pfeffer. Jeder, der diesen Aufruf unterzeichnet habe, entblöße sich selbst, schreibt Pfeffer auf Facebook. Er sei „einfach nur fassungslos, was da im Namen von Kirche und Christentum verbreitet wird: Krude Verschwörungstheorien ohne Fakten und Belege, verbunden mit einer rechtspopulistischen Kampf-Rhetorik, die beängstigend klingt.“ Es sei ungeheuerlich, wenn Anstrengungen zur Eindämmung einer Pandemie diskreditiert würden als „Vorwand“, um eine „hasserfüllte technokratische Tyrannei“ zu begründen, die die „christliche Zivilisation auslöschen“ wolle, so Pfeffer weiter: „Dem muss widersprochen werden! Mit Jesus Christus, auf den sich die Unterzeichner berufen, haben derart wirre Thesen, die Ängste schüren, Schwarz-Weiß-Denken verfolgen, üble Feindbilder zeichnen und das Miteinander in unseren Gesellschaften vergiften, nichts zu tun.“

    Die Laienbewegung „Wir sind Kirche“ erklärte, den Reformgegnern um Kardinal Müller gehe es nicht darum, den Glauben zu verteidigen, sondern Angst zu schüren: „Das aber hat mit Glauben nichts zu tun.“ Die Bewegung ruft alle Glaubenden – seien es Reformorientierte oder Konservative – auf, sich von solchen so genannten Hirten, die im Neuen Testament „Mietlinge“ (Joh 10,12) genannt werden, nicht verführen zu lassen.

    Siehe hierzu auch den Kommentar von Tilmann Kleinjung (BR): "Kardinal Müller und Corona - Weltweite Allianz der Unvernunft" auf tagesschau.de: LINK

     

    Botschaft von Bischof Dr. Felix Genn an die Gläubigen in der Corona-Krise

     

    KKV Westfalia Bocholt empfiehlt Musik: "Möge die Straße ..."

    Der KKV Westfalia Bocholt legt in diesen Tagen allen Mitgliedern des KKV das Hören und Ansehen des folgenden Videos nahe:

     

    KKV-Bezirksgemeinschaft Oldenburg: Kerze erinnert an ausgefallene Wallfahrt

    Das Coronavirus legt seit Wochen nicht nur die ganze Wirtschaft lahm, es sorgt auch dafür, dass für Vereine alte und lieb gewordene Traditionen in diesem Jahr ausfallen müssen. Dazu zählt für die Mitglieder der KKV-Bezirksgemeinschaft Oldenburg vor allem die Wallfahrt zur St.-Marien-Kirche in Bethen am 3. Mai, die jetzt ersatzlos abgesagt wurde.

    „In ununterbrochener Reihenfolge dient der jährliche Weg nach Bethen seit 70 Jahren für das Bekenntnis zum christlichen Glauben. Die jährliche Wallfahrt ist die zentrale Veranstaltung der Bezirksgemeinschaft, an der über 100 Mitglieder aus den Ortsgruppen Oldenburg, Wildeshausen, Cloppenburg, Vechta, Lohne und Friesoythe teilnehmen und dort für die Mitglieder und deren Verstorbene beten“, erklärte der Vorsitzende der KKV-Ortsgemeinschaft Cloppenburg, Christoph Hövelkamp.

    Aufgrund der geltenden Kontaktsperre finden jedoch in absehbarer Zeit keine Veranstaltungen der KKV-Ortsgemeinschaften im Bezirk Oldenburg statt. Die Gesundheit stehe über allem. Stellvertretend für alle Mitglieder des Bezirks überreichte Hövelkamp Wallfahrtsdirektor Monsignore Dr. Dirk Költgen eine Kerze, die am eigentlichen Tag der Wallfahrt entzündet und zur Erinnerung an die ausgefallene Wallfahrt brennen soll. Gerade jetzt sei das gemeinsame Beten in den Kirchen aufgrund der Kontaktsperre nicht möglich.

    „Wir wollen natürlich allen Gläubigen ein Willkommen bieten und sie vergemeinschaften, wollen Zugangswege eröffnen, dass sie Trost, Zuversicht und Stärkung finden. Dieses alles aber unter den vorgegebenen Schutzmaßnahmen. Wir halten natürlich die Kirche und die Gnadenkapelle jeden Tag für das persönliche Gebet geöffnet und stellen dabei fest, dass der Zustrom der Pilger ungebrochen ist. Jeden Tag kommen einzelne Personen oder auch zu zweit und beten zur Gottes Mutter Maria“, sagt Dr. Költgen.

    Quelle: MT-News

     

    Peter Schallenberg: Freiheit, Recht, »triage« in Zeiten von Corona

    469-schallenberg-titelDer Geistliche Beirat des KKV-Bundesverbandes, Prof. Dr. Peter Schallenberg, beleuchtet in Heft 469 der Reihe „Kirche und Gesellschaft“ zeitaktuell und aus christlich-ethischer Sicht folgende Thematik:

    „Ohne Zweifel bedeutet die Corona-Krise den gewaltigsten Einschnitt der Menschheit seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine solche Krise bündelt immer brennglasartig verschiedene unterschiedliche und bisher vielleicht verborgen schlummernde Probleme des individuellen wie des gesellschaftlichen Zusammenlebens; manchmal werden auch altgewohnte Theorien und Denkschemata wie zufällig an die Oberfläche der öffentlichen Debatte gespült und zeigen sich unvermutet in neuem Gewand. So auch jetzt in der Corona-Krise, besonders eindrücklich im Feld der Intensivmedizin.“

    Sie können diesen lesenswerten Artikel als PDF-Dokument hier downloaden: „Freiheit, Recht, »triage« in Zeiten von Corona“

     

    Hilfen für Familien

    FamilienbundDer Familienbund der Katholiken hat einige Hinweise zusammengestellt, die für Familien in der derzeitigen Situation nützlich sein können. Sie finden die Flyer hier zum Download:

    1. Telefonhilfen
    2. Lohnersatz für Eltern
    3. Notfall-Kinderzuschlag

     

    Gemeinsam etwas Positives tun ist auch ansteckend

    Titel_WissensWert_22„Gemeinsam etwas Positives tun ist auch ansteckend.“ Unter diesem Motto hat das Roman Herzog Institut am 1. April 2020 einen virtuellen Kick-off-Workshop „Digitaler Raum für Reflexion“ gestartet. Im offenen Austausch und Zusammenarbeit mit Absolventen der Bayerischen Eliteakademie und Vertreter*innen aus unterschiedlichen Branchen war es dem Institut gerade wegen der gegenwärtigen Unsicherheit ein Anliegen, genauer hinzuschauen und gemeinsam querzudenken.

    Die Corona-Krise zwingt uns „auf Sicht“ zu fahren. Die Richtung geben die Virologen vor – kann das funktionieren? Lesen Sie die wichtigsten Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe von WissensWert.

    Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung wie auch zu den Aktivitäten des Instituts finden Sie unter www.romanherzoginstitut.de sowie auf den entsprechenden Social-Media-Kanälen, Twitter, LinkedIn, Facebook und Instagram.

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