Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Diözesanverband Münster

Herzlich willkommen

  • Der KKV-Diözesanverband Münster ist ein katholischer Sozialverband mit 14 Ortsgemeinschaften im Bistum Münster. Grundlage unserer Arbeit ist die katholische Soziallehre.
  • Der KKV bietet regional und überregional in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter Weiterbildungsmöglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung, zu beruflichen Themen, zur Soziallehre, zu Fragen der Ethik, Glaubens- und Sinnsuche an.
  • Gemeinsame Reisen, Wallfahrten und Bildungsfahrten stehen ebenso auf dem Programm, wie Vorträge zu gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen, medizinischen und religiösen Themen.
  • Viele Ortsgemeinschaften bieten ein Netzwerk der gegenseitigen Unterstützung in privaten wie beruflichen Dingen.
  • Als Mitgliedsverband im Diözesankomitee der Katholiken nehmen wir Einfluss auf Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche unseres Bistums.
  • Der KKV, 1877 als katholisch Kaufmännischer Verein gegründet, wendet sich seit über 40 Jahren an christliche Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung unter dem Motto: „Dem Menschen dienen“.

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    KKV HANSA Münster: Neue Ausgabe der KKV-Info erschienen

    Titel-KKV-Info-2-2021Gerne veröffentlichen wir an dieser Stelle die aktuelle Ausgabe 2/2021 der KKV-Information des KKV HANSA Münster. Sie finden darin sowohl besinnliche als auch humorvolle Texte, die in diesen Zeiten Mut machen können und sollen.

    Aus dem Inhalt:

    • Worte der Redaktion
    • Geistliches Wort von Pfarrer Wolfgang Beck
    • Geschichten und Gedichte
    • „KKV-Küchentalk“ – Neues Online-Format des Bundesverbandes

    Download KKV-Info 2/2021


     

    KKV-Küchentalk über „Himmel und Erde“

    Neues Format des KKV-Bundesverbandes geht am 20. April auf Sendung

    KKV-KuechentalkEssen, Trinken und der mitmenschliche Austausch in vielen Variationen sind wichtige Facetten einer christlichen Gemeinschaft. Eine neue Kombination dieser drei Elemente präsentiert jetzt der KKV-Bundesverband: In dem Onlineformat „Himmel und Erde – Der KKV-Küchentalk“ sollen zunächst in drei geplanten Sendungen von je 90 Minuten interessante Gäste aus Kirche, Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft während einer gemütlichen Kochrunde Rede und Antwort stehen.

    Zur ersten Sendung am 20. April 2021 sind die Kapläne Christoph Hendrix und Ralf Meyer aus dem Bistum Münster zu Gast. Mit ihrem Podcast „Taufbolde“ beschreiten sie neue Wege. In ihren Sendungen suchen sie Gott in allen Dingen: Das kann sowohl in der Kirche als auch auf dem Musikfestival „Hurricane“ oder in den Filmen der „Harry Potter“- oder „Star Wars“-Reihe sein.

    Die Idee, Talkshow und Küchensendung zusammenzuführen, ist in Deutschland ein alter Hut. Aber das Konzept in einen christlichen Kontext zu bringen, das gab es noch nie. „In der Küche entwickelt sich stets eine ganz eigene Gesprächsdynamik. Wir werden deswegen mit dem Küchentalk neue Wege gehen und auch christliche Themen, anders als bisher üblich, beleuchten“, erläutert Mathias Wieland von der Chefredaktion der NEUEN MITTE das Konzept. Er wird als Moderator und „Chef de Cuisine“ durch die Sendung führen.

    Die erste Sendung des KKV-Küchentalks wird am Dienstag, dem 20. April, um 18 Uhr live im Netz ausgestrahlt werden. Unter der Domain www.neue-mitte.tv finden Sie weitere Informationen. Dort können die Zuschauer aber nicht nur die Sendung verfolgen, sondern sind eingeladen, das Gespräch mitzugestalten.

    Ein Aspekt, den auch der KKV-Bundesvorsitzende Josef Ridders unterstreicht. „Ich freue mich, dass wir mit dem Küchentalk ein Format gefunden haben, dass es allen Mitgliedern, Freund:innen und Interessierten ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und – im wahrsten Sinne des Wortes – wieder über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.“

    Taufbolde

     

    Ostern 2021

    Kurt-Marti-Auferstehung

     

    Diözesankomitee kritisiert das Verbot der Segnung von homosexuellen Paaren

    DK-Bild

    Das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster hat das vatikanische „Nein“ zur Segnung homosexueller Paare scharf kritisiert und zugleich zu „pastoralem Ungehorsam“ aufgerufen. Die Ablehnung von Segensfeier für gleichgeschlechtlich Liebende ist nach den Worten der Vorsitzenden der Laienvertretung, Kerstin Stegemann, ein fundamentaler Widerspruch zur Botschaft Jesu. „Eine Partnerschaft, die von Liebe und Verantwortung getragen ist, steht unter dem Segen Gottes“, so die Vorsitzende. Daher könne die Kirche Menschen, die den Segen Gottes wünschten, diesen nicht verweigern.

    „Mit Unverständnis reagieren sehr viele Gläubige auf das jüngst ausgesprochene Verbot der römischen Glaubenskongregation“, erläuterte Stegemann. „Als Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster wenden wir uns entschieden gegen das Verbot aus Rom.“

    Die Laienvertretung unterstütze alle Seelsorger*innen, die öffentlich zu ihrer Segnungspraxis stünden: „Sie handeln damit nicht nur im Einklang mit ihrem Gewissen, sondern haben die volle Rückendeckung von einer großen Mehrheit der Katholik*innen.“ Sie trügen dazu bei, die weiterhin vorhandene Diskriminierung von „LGBTQIA+“ im Raum und im Namen der Kirche zu überwinden (die Abkürzung „LGBTQIA+“ steht für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, Intersexuelle, Asexuell und andere, sich selbst der queeren Community zugehörig fühlenden Menschen).

    Bischöfe sollen Widerspruch einlegen

    Von den kirchlichen Autoritäten erwartet die Laienvertretung eine vorbehaltlose Unterstützung ihrer Mitarbeiter*innen. „Disziplinarische Schritte gegen Mitarbeiter*innen einzuleiten wäre für viele Gläubige ein weiterer Beleg dafür, wie sehr die Kirche gegen ihren eigenen Auftrag handelt“, erklärt Stegemann. Die Bischöfe fordert das Diözesankomitee auf, in Rom Widerspruch gegen das Verbot einzulegen. Die von der Glaubenskongregation vertretene Lehre sei hochgradig defizitär.

    „Wir halten es für eine unabdingbare Pflicht jedes verantwortungsbewussten Amtsträgers, Schaden von den Menschen abzuwenden und die vatikanischen Behörden auf die Selbstbeschädigung des kirchlichen Lehramtes durch eine offizielle Zurückweisung der lehramtlichen Note hinzuweisen“, betont die Vorsitzende des Diözesankomitees.

    Foto: Pixabay / gagnonm1993

     

    Gottes Segen - Irish Blessing

     

    Joachim Wiemeyer: „Die Weltwirtschaft nach der Coronakrise“

    Titel-WiemeyerIm aktuellen Februar-Heft der Grünen Reihe (Nr. 477), herausgegeben von der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle (KSZ), beschäftigt sich Prof. Dr. Joachim Wiemeyer aus wirtschaftsethischer Sicht mit der Entwicklung der Weltwirtschaft nach der Coronakrise:

    „In Politik und Wirtschaft besteht die Neigung, nach dem Ende der Coronakrise möglichst rasch auf den alten Wachstumspfad zurückzukehren. Das aktuelle Heft der Reihe „Kirche und Gesellschaft“ stellt diese Strategie durch neue Handlungsperspektiven in Frage. Vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen gibt es wichtige Impulse, wie das wirtschaftliche und soziale Leben im Sinne eines weltumspannenden Gemeinwohls gestaltet werden könnte.“

    Dr. Joachim Wiemeyer ist Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.

    Sie können das Heft mit dem Artikel als PDF-Dokument hier downloaden: „Die Weltwirtschaft nach der Coronakrise“

     

    KKV-Bundesvorsitzender fordert Ende der „Salamitaktik“

    „Wenn Lockdown, dann richtig, einheitlich, streng kontrolliert und mit klarer Perspektive!“

     KKV fordert Ministerpräsidenten auf, sich um Impfungen und nicht um Wahlkampf zu kümmern – „Hin und Her ist der Offenbarungseid für den Föderalismus“


    ESSEN. „Vorgestern verkündeten Landes- und Bundespolitiker in Berlin die Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns. Kaum waren die Mikrofone auf der Bundesebene abgebaut, profilierten sich seither Landespolitiker im Minutentakt mit immer neuen länderspezifischen Auslegungen der vorgestellten Regelungen. Das versteht die Bevölkerung nicht mehr und das gefährdet die Demokratie“, stellt der Vorsitzende des Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV), Josef Ridders, am Donnerstag in einer in Essen veröffentlichten Pressemitteilung fest. „Es ist nicht die Zeit für Wahlkampf, sondern für gesunden Menschenverstand. Wenn jeder macht, was er will, dann steuern wir weiter ins Chaos!“

    Josef-RiddersRidders zeigt sich geschockt von dem Verhalten mancher Politiker in der Krise: „Wenn es einzelne Bundesländer nicht schaffen, eine funktionierende Infrastruktur für die schnelle Impfung zu organisieren, dann muss man sich überlegen, ob man Kompetenzen auf andere Ebenen überträgt. Es ist doch ein absolutes Armutszeugnis, sich in aller Öffentlichkeit über fehlende Impfdosen zu streiten, wenn in manchen Ländern noch nicht einmal die vorhandenen Mengen verwendet werden können.“ Man könne doch als Beobachter nur noch den Kopf schütteln, dass zum Beispiel in Thüringen 39.000 Impfdosen erhalten hat und bis heute noch keine 5.500 Menschen geimpft worden sind.

    „Dass wir keinen Flughafen bauen können, haben wir in Berlin bewiesen. Dass wir es aber nicht schaffen, Menschen in dieser Notsituation zu impfen, ist schlichtweg unglaublich und unverantwortbar! Das zeugt doch davon, dass wir die Prioritäten völlig falsch setzten.“ Bis heute schaffe man es in ganz Deutschland noch nicht einmal pro Tag 50.000 Menschen zu impfen. „Wenn dann bis März mehrere Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen, fehlt mir jegliche Fantasie, wie diese Impfung organisatorisch umgesetzt werden soll.“

    „Haben wir jetzt eine Krise oder nicht?“

    Die Glaubwürdigkeit der Demokratie nähme durch das inkonsequente Verhalten der verschiedenen politischen Ebenen und Entscheidungsträger nachhaltigen Schaden. „Wenn wir uns durch die Corona-Krise in einer lebensbedrohlichen und existenziellen Krise für die Menschen befinden, dann ist es die Pflicht der Volksvertreter konsequent zu handeln. Wenn wir uns Diskussionen über Ausnahmen und Grenzwerte von Land zu Land leisten können, kann es mit der Krise ja nicht so ernst sein“, spitzt Josef Ridders seine Überzeugung zu.

    „Wenn die Wissenschaft den von der Kanzlerin jüngst vorgeschlagenen Inzidenzwert von 100 als Grenze für die Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 km für notwendig erachtet, dann ist es Willkür und Leichtsinn, wenn die Ministerpräsidenten ihn auf 200 ändern oder gar komplett in Frage stellen“, stellt der KKV-Bundesvorsitzende fest. Er fordert ein Ende der „Salamitaktik“: „Entweder brauchen wir einen konsequenten und harten Lockdown in Deutschland oder wir brauchen ihn nicht. Aber nahezu täglich neue Regeln zu diskutieren, ist inakzeptabel und wird dafür sorgen, dass wir im Chaos versinken. Wenn Lockdown, dann richtig, einheitlich, streng kontrolliert und mit klarer Perspektive! Das Hin und Her ist der Offenbarungseid für den Föderalismus.“

    „Jeden Tag eine neue Sau durch die Medien der Republik zu treiben, schürt nur Hysterie“

     Jeden Tag werde eine „neue Sau durch die Medien der Republik getrieben“, kritisiert Josef Ridders. „Es kann doch nicht wahr sein, dass man diese Pandemie nutzt, um als angeblicher Fachmann sein eigenes Image in den Medien zu schärfen, indem man mit dem ständigen Zeigefinger und Weltuntergangsszenarien die Hysterie in der Bevölkerung schürt“, stellt Ridders abschließend fest.

     

    Marianne Heimbach-Steins: „Systemrelevant! Arbeitsbedingungen in der Altenpflege“

    Heimbach-Steins-AltenpflegeEin interessanter Aufsatz von Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins mit dem Titel: „Systemrelevant! Arbeitsbedingungen in der Altenpflege“ ist als Heft Nr. 474 der Grünen Reihe, hrsg. von der KSZ, erschienen.

    Heimbach-Steins stellt zunächst einige Daten zur Altenpflege in Deutschland sowie Erfahrungen mangelnder Anerkennung aus Sicht von Pflegenden vor. Anhand der Themen Arbeitszeit und Vergütung werden zentrale Probleme und Desiderate einer anerkennenden Pflegepolitik skizziert. Der Ausblick richtet sich auf das Ziel, Pflege als lebenswichtigen Dienst an der Gesellschaft tatsächlich wertzuschätzen.

    Marianne Heimbach-Steins ist Direktorin des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Münster und Herausgeberin des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften.

    Sie können diesen lesenswerten Artikel als PDF-Dokument hier downloaden: Systemrelevant! Arbeitsbedingungen in der Altenpflege

     

    KKV nimmt Stellung zu geplanten Ladenöffnungen an Adventssonntagen

    In der Corona-Pandemie will die NRW-Landesregierung eine Ladenöffnung an den Nachmittagen der Adventssonntage 2020 ausnahmsweise zulassen. Warum der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) im Bistum Münster das toleriert, sagt Diözesanvorsitzender Norbert Zumbrägel im Interview mit „Kirche-und-Leben.de“.

    Mal ehrlich: Hinter dem Argument, durch verkaufsoffene Sonntage werde das Infektionsrisiko minimiert, stecken doch rein wirtschaftliche Interessen!

    Der KKV steht schon seit Jahren hinter der Aktion „Wir sind Sonntagsschützer“. Aber in der derzeitigen Pandemie müssen nicht nur arbeitsrechtliche Aspekte, sondern auch gesundheitliche Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Durch die Öffnung an den vier Sonntagnachmittagen in der Adventszeit und am ersten Sonntagnachmittag im neuen Jahr besteht die Möglichkeit, eine Entzerrung des Einkaufsverhaltens zu erreichen. Diese Öffnung sollte jedoch eine Ausnahme bleiben. Auch der soziale Aspekt für die Mitarbeiter muss berücksichtigt werden.

    Corona ist ja 2021 wohl nicht vom Tisch. Wie wollen Sie als katholischer Verband darauf hinwirken, dass verkaufsoffene Adventssonntage Ausnahmen bleiben?

    Die katholischen Verbände sollten auch weiterhin in der Aktion „Sonntagsschützer“ gemeinsam arbeiten. Beim Sonntagsschutz geht es um den Schutz der Arbeitnehmer und ihrer Familien. Aber eine Lastenverteilung – für Angestellte mit Familien zum Beispiel auf freiwilliger Basis – ist für eine begrenzte Zeit sozial verantwortbar. Der wirtschaftliche Aspekt ist dabei ein unfreiwillig gegebener Nebeneffekt.

    Lockdown, Home-Schooling und Co. – die Familien haben durch Corona eine Menge Stress. Und jetzt sollen die Adventssonntage zum Luftholen wegfallen?

    Da wir nicht abschätzen können, welche Auswirkungen Corona noch für die Arbeitsplätze, für Familien und die Gesellschaft hat, muss auf jeden Fall die Politik Rahmenbedingungen schaffen, die sozialverträglich sind. Das könnte auch für eine begrenzte Zeit eine Öffnung des Ladenschlussgesetzes bedeuten. Vielleicht mit der Einschränkung, dass Mitarbeiter mit Kindern hier nur auf freiwilliger Basis eingesetzt werden dürfen. Aber auch die wöchentliche Arbeitszeit darf nicht überschritten werden. Wie groß der gesundheitliche und wirtschaftliche Effekt jeweils ist, lässt sich nicht prognostizieren. Aber ohne eine Durchführung gäbe es gar keine Auswirkungen.

    Quelle: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/sonntagsoeffnung-im-advent-pro-und-contra-katholischer-verbaende
    Hier finden Sie auch weitere Stellungnahmen und Positionen zur geplanten Sonntagsöffnung