Zukunftsaussichten am Flughafen FMO: Entwicklung und HerausforderungenDie KKV Ortsgemeinschaft Greven lud am vergangenen Montag zu einer Veranstaltung am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) ein, um die aktuellen Entwicklungen und Zukunftsaussichten des Flughafens zu erörtern. Unter dem Titel „FMO – Quo vadis?“ diskutierten Interessierte mit Andrés Heinemann, Leiter Marketing und Kommunikation des Flughafens, über die Fortschritte und Herausforderungen des Flughafens. Josef Ridders, Vorsitzender der KKV Ortsgemeinschaft Greven, zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme und das Interesse an den Entwicklungen rund um den FMO. Er dankte Andrés Heinemann für dessen Bereitschaft, umfassend Rede und Antwort zu stehen. Ridders eröffnete die Diskussion mit der provokanten Frage: „Herr Heinemann, man hört und liest in letzter Zeit nur Gutes über den FMO. Woran liegt das?“
In die Infrastruktur des Flughafens wurde erheblich investiert: Neue Toilettenanlagen wurden installiert, ein Eventbereich ist in Planung, und die Gastronomie am Standort wird ausgebaut. 15 Prozent der Fluggäste reisen aus den Niederlanden an. Die Entwicklung der Passagierzahlen ist bemerkenswert: Aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnete der Flughafen im Jahr 2020 lediglich rund 220.000 Fluggäste. Bis 2023 kehrten die Zahlen auf das Niveau vor der Pandemie zurück, und 2024 wurde ein Anstieg auf 1,29 Millionen Passagiere erreicht – ein Wachstum von 30 Prozent, das kein anderer Flughafen in Deutschland verzeichnen konnte. Heinemann betonte: „Der Wunsch nach Urlaubsreisen ist wahnsinnig hoch.“ Im Winterflugplan stieg die Sitzplatzkapazität um 80 Prozent. Der Bereich Geschäftsreisen hingegen erholt sich langsamer. Für den Sommerflugplan ist eine Verbindung mit vier wöchentlichen Flügen nach London wieder aufgenommen worden. Ziele wie Málaga sind stark nachgefragt, und Ryanair zeigt eine positive Entwicklung am FMO. Besonders gefragt ist auch die Strecke nach München, die viermal täglich bedient wird. Dennoch hinkt der deutsche Luftverkehr im internationalen Vergleich hinterher und wird laut Heinemann voraussichtlich erst 2029 wieder vollständig Fuß fassen. Abschließend sagte er: „Wir sind auf einem sehr guten Weg, dauerhaft ein attraktiver Flughafen auch über die Region hinaus zu werden.“ Im Anschluss an seine Präsentation beantwortete Heinemann zahlreiche Fragen der Teilnehmenden, die mit kräftigem Applaus ihren Dank für die interessanten Informationen bekundeten. Nach dem Vortrag und einem gründlichen Sicherheits-Check-in setzten die Teilnehmenden ihre Erkundung des FMO mit dem neuen Elektrobus fort, begleitet von zwei Mitarbeitenden des Flughafens. Die Fahrt führte über das Vorfeld, wobei zahlreiche aufschlussreiche Informationen, unter anderem zur Betriebsfeuerwehr und zum Tanklager, vermittelt wurden. Josef Ridders sprach seinen Dank für die wertvollen Informationen und tiefgehenden Einblicke in die Infrastruktur des Flughafens aus. Die gesamte Gruppe zeigte sich beeindruckt und begeistert von der informativen Exkursion. |